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Crowdlending: Einfacher Kredit gegen hohe Zinsen


Crowdlending oder ausführlich Lending-Based Crowdfunding ist eine Form der Finanzierung, bei der das Geld nicht aus dem klassischen Bankensystem stammt, sondern von einer Vielzahl (englisch crowd = Menge) von meist privaten Investoren. Es handelt sich dabei aber nicht um eine unternehmerische Beteiligung, wie sie beispielsweise von Business Angels oder Private-Equity-Gesellschaften kommt, sondern um ein Darlehen (englisch lending = Leihe). Rückzahlungstermine, Tilgung und Zinsen sind festgeschrieben, es gibt keine variable Erfolgsbeteiligung. Unter Crowdlending fallen sowohl Unternehmensfinanzierungen als auch Privatkredite. Beim klassischen Crowdfunding hingegen wird ein bestimmtes Projekt oder Produkt finanziert, ohne dass die Geldgeber zwingend eine Gegenleistung bzw. Rückzahlung dafür erhalten. Crowdinvesting wiederum beschreibt eine Investition in Projekte, für die im Gegenzug eine Gewinn- oder Unternehmensbeteiligung erfolgt.

Vorteile für den Initiator

Der Initiator eines Projekts hat es mit einem Crowdlending-Ansatz möglicherweise leichter als bei einer Bank. Das gilt vor allem für ungewöhnliche Geschäftsideen, neuartige Produkte, deren Erfolg schwer einschätzbar ist, oder auch für Kinofilme, von denen niemand weiß, ob sie floppen oder zum Blockbuster werden. Die Bank verlangt einen Business-Plan, aber der basiert eben auf Annahmen, bestenfalls auf Marktanalysen, deren Beweiswert aber zweifelhaft ist. Deshalb ist es nicht unwahrscheinlich, dass Kreditinstitute die Finanzierung aufgrund interner Richtlinien, aber auch aufgrund von Gesetzen, die sie zu strenger Bonitätsprüfung verpflichten, ablehnen. Privat-Investoren sind solchen Zwängen nicht unterworfen. Sie entscheiden aus dem Bauch heraus, ob sie dem Projekt trauen. Für Privatpersonen, die bei Banken schlechte Chancen auf Kredite haben, beispielsweise weil sie kein regelmäßiges Einkommen aus einem Angestelltenverhältnis beziehen, ergeben sich via Crowdlending neue Chancen auf einen Kredit.

Kapitalerträge locken Investoren

Zwar trägt der Geldgeber beim Crowdlending – im Unterschied zum echten Crowdinvesting – kein unternehmerisches Risiko. Die Wahrscheinlichkeit, dass Tilgung und Zinsen vereinbarungsgemäß erfolgen, hängt aber dennoch wesentlich vom Erfolg des finanzierten Projekts ab. Seinen Vorteil, nämlich wesentlich höhere Kapitalerträge als bei sicheren Anlagen, erkauft sich der Investor mit dem großen Ausfallrisiko. Die Informationsplattform für Crowdfunding, www.cloudkredit.com, weist zudem auf Gebühren hin, die die vermittelnde Plattform beispielsweise für die Bonitätsprüfung erhebt. Und auch wenn eine Bank nicht im Risiko ist, muss sie doch formal zwischengeschaltet werden, weil für die Kreditgewährung eine Banklizenz nötig ist. Auch diese Dienstleistung kostet Geld und mindert die Rendite.

Ein Text von Benjamin Meyer

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