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Den Traumjob finden durch Blindbewerbungen


Nur etwa 20 Prozent aller zu besetzenden Jobs werden öffentlich ausgeschrieben. Alle anderen werden auf dem verdeckten Arbeits- und Stellenmarkt vergeben. Um dort mitzumischen, braucht der Arbeitsuchende gute Beziehungen und ein Quäntchen Glück. Dem kann er jedoch durch eine Blindbewerbung auf die Sprünge helfen. Sie ist vergleichbar mit der Initiativbewerbung, differiert aber in einem wesentlichen Punkt: Bei der Initiativbewerbung ist ein Ansprechpartner bekannt und damit eine persönliche Anrede möglich, während eine Blindbewerbung ein echter Schuss ins Blaue ist.

Wie sieht eine Blindbewerbung aus?

Sie unterscheidet sich von einer gezielten Bewerbung im Umfang und Aufbau. Eine komplette Bewerbungsmappe ist nicht notwendig, allerdings auch nicht unpassend. Pflichtbestandteile sind Bewerbungsanschreiben und tabellarischer Lebenslauf. Da bei der Blindbewerbung vorab nicht klar ist, ob es eine dem eigenen Profil entsprechende freie Stelle gibt, erübrigt sich die Anlage von Zeugnissen, Tätigkeitsnachweisen und anderen Unterlagen. Diese werden nachgereicht, wenn es zu einem Vorstellungsgespräch kommen sollte. Wichtig: Das Anschreiben setzt die Schwerpunkte anders als sonst üblich. Qualifikation, Erfahrungen und Erfolge werden betont und als Erstes genannt, die Motivation ist nachrangig. Eine Bewerbungsvorlage für diese spezielle Bewerbungsart hilft dabei, den Text richtig zu strukturieren, rät http://www.jobfibel.com/thema/bewerbung.

Lohnt sich eine Blindbewerbung?

Je mehr Sie davon verschicken, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Erfolges, der sich möglicherweise zeitverzögert einstellt. Viele Firmen führen Talentpools, in denen potenzielle Kandidaten registriert sind und bei Bedarf angesprochen werden. Vielleicht erreicht sie den Betrieb auch genau in dem Moment, in dem ein Job vakant ist. Das richtige Timing ist deshalb wichtig. In der Urlaubs- und Weihnachtszeit bleibt eine Blindbewerbung schnell unbeachtet. Besser ist es, sie zum Monats- oder Quartalsende abzuschicken.

Gastautor: Benjamin Meyer