Förderung: Nutzungs- und Einsparpotential des Betriebsstoffs Energie – Interview mit Architekt Nicolai Göhner aus Bünde


Nutzungs- und Einsparpotential des Betriebsstoffs Energie wird zunehmend wichtiger für Privathaushalte und Unternehmen. Insofern erklärt sich ein wesentliches Ziel vieler KVP-Mitarbeiter in diversen Firmenbereichen: „Energie einsparen und mit Hilfe von modernen Produktionsverfahren Energie zurückgewinnen!“

Was möchte ich ändern?
Industrie, Verkehr und Haushalte sind die drei größten Energieverbraucher in Deutschland (Quelle: Bundesumweltamt). Durch Institutionen wie z.B. der KFW Bank werden Maßnahmen, die zur Steigerung der Energieeffizienz in Unternehmen führen, gezielt gefördert. Besonders häufig werden Großunternehmen gefördert, der Mittelstand hat im Vergleich dazu nur wenig Fördermittel in Anspruch genommen. Mein Ziel ist die Sensibilisierung des Mittelstands für energieeffiziente Konzepte und ihre Fördermöglichkeiten durch den Staat und die EU.

Wie möchte ich es ändern (inkl. Umsetzungsdauer kurz-/mittel-/langfristig)?
Für die Förderung von Unternehmen, die in Energieeffizienz investieren möchten, wurde am 1. Juli 2015 ein erweitertes Förderprogramme der KFW auf den Weg gebracht. Neben der Verbesserung der Gebäudehülle (energieeffizient Bauen und Sanieren von Nichtwohngebäuden mit Mitteln des CO2-Gebäudesanierungsprogramms)  werden mit diesen Programmen effiziente Produktionsanlagen und -prozesse gezielt mit zinsgünstigen Darlehen unterstützt. Das langfristige Ziel der Bundesregierung ist es, bis zum Jahr 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Neben den Wohngebäuden hat man beschlossen, auch kommunale Einrichtungen und gewerbliche Immobilien in diese Maßnahmen einzubinden.

In diesem Jahr wurden die KFW-Förderungen um ein Programm zur Vermeidung oder Nutzung von Abwärme erweitert. Hier werden gewerbliche Unternehmen größenunabhängig in Form von Tilgungszuschüssen sowie zinsverbilligten Krediten unterstützt und gefördert. Die Zuschüsse können sich hierbei zwischen 30 und 40% bewegen. Zusätzlich wird kleinen- und mittelständischen Unternehmen ein Förderbonus von weiteren 10% in Aussicht gestellt.  Hierbei gilt der Grundsatz: Je höher die Energieeffizienz, desto höher die Förderung. Besonders im Bereich der Industrie ist das Einsparpotential hoch.

Nach einer ersten Analyse der unternehmerischen Ziele und Absichten empfiehlt es sich, Planer und Energieberater ins Boot zu holen. Diese werden nach einer energetischen Schwachstellenanalyse Maßnahmen erarbeiten, durch deren Umsetzung eine effizientere Energienutzung erzielt werden kann. Im nächsten Schritt können diese Maßnahmen dann mit Hilfe der jeweiligen Förderprogramme veranschlagt und schließlich beantragt werden. Werden alle Voraussetzungen erfüllt und die Freigabe der Fördermittel erteilt, kann mit der Umsetzung der Maßnahme begonnen werden.

Beispielhaft können wir zu diesem Thema die u.g. Anbieter, Dienstleister oder Literatur empfehlen. Hier finden Sie bei Bedarf kompetente Unterstützung und aussagekräftiges Informationsmaterial.

  1. KFW-Bank, http://www.kfw.de
  2. Ministerium f. Wirtschaft und Energie,http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=698732.html
  3. Förderprogramm der Bundesländer, http://www.foerderdatenbank.de

Welchen Nutzen bringt die Änderung (Prozessoptimierung / Kostensenkung / ROI, Pro / Contra?

Pro-Argumente

  • Hohes Energieeinsparpotential und damit verbundene Kostensenkung
  • Nachhaltige Modernisierung von Produktions- und Gebäudeteilen
  • Senkung der CO2-Emissionen
  • Fördermittel reduzieren die tatsächlichen Investitionskosten

Contra-Argumente

  • Hoher Zeit- und Planungsaufwand
  • Vorgaben der Förderinstitutionen müssen strikt eingehalten werden
  • Höherer Investitionskosten als beim Standard

Dieser Report bzw. dieses Fachinterview wurde mit Hilfe von Herrn Nicolai Christopher Göhner (Dipl.-Ing. Architekt, Bünde Westfalen) erstellt. Wir danken Herrn Göhner für seine kompetente Unterstützung unserer „youneo initiative“.

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